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Prostatakarzinom

Letzte Aktualisierung: 22.6.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Das Prostatakarzinom ist der häufigste maligne Tumor und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren, ein Auftreten in einem Alter <50 Jahren ist selten. Neben dem Lebensalter ist die familiäre Disposition der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung eines Prostatakarzinoms.

Klinisch bleibt die Erkrankung im frühen Stadium häufig asymptomatisch. Im Verlauf kann es durch die Größenzunahme des Tumors bzw. eine (bevorzugt ossäre) Metastasierung zu Beschwerden kommen. Zur Früherkennung wird der PSA-Wert bestimmt. Bei V.a. ein Prostatakarzinom spielen besonders die MRT und die Biopsie eine Rolle.

Zu den Standardtherapieoptionen zählen insb. die radikale Prostatektomie sowie die perkutane Strahlentherapie oder die Brachytherapie. Da das Prostatakarzinom typischerweise langsam fortschreitet, ist jedoch grundsätzlich auch eine aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen oder eine langfristige Beobachtung ohne Therapie möglich („Active Surveillance“ bzw. „Watchful Waiting“).

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Epidemiologietoggle arrow icon

  • Häufigkeit: Häufigster maligner Tumor und zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern (gemäß RKI 2023) [2]
  • Altersstandardisierte Inzidenz: 114,7/100.000 Männer/Jahr in Deutschland (Stand 2023)
    • Weltweit sehr unterschiedliche Werte [3][4]
    • In Europa lässt sich ein Nord-Süd-Gefälle beobachten
  • Mittleres Erkrankungsalter: 71 Jahre
  • Lebenszeitrisiko: 40% für Männer in westlichen Industrienationen

Das Prostatakarzinom ist der häufigste maligne Tumor und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern! [2]

Das Prostatakarzinom ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters – ein Auftreten in einem Alter <50 Jahren ist selten!

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

  • Ätiologie: Weitgehend unbekannt
  • Wichtigste Risikofaktoren: Lebensalter und familiäre Disposition
    • Deutliche Zunahme der Inzidenz des Prostatakarzinoms mit dem Alter
      • 45–49 Jahre: 17,3/100.000 Männer/Jahr
      • 70–74 Jahre: 653,7/100.000 Männer/Jahr
      • ≥85 Jahre: 692,7/100.000 Männer/Jahr
    • Zweifach erhöhtes Risiko bei Erkrankung des Vaters und/oder eines Bruders
  • Weitere (mögliche) Risikofaktoren

Die wichtigsten Risikofaktoren für ein Prostatakarzinom sind höheres Lebensalter und familiäre Disposition! [1]

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Klassifikationtoggle arrow icon

TNM-Klassifikation

TNM-Klassifikation des Prostatakarzinoms [1][6]
TNM Ausdehnung Klinische Einteilung
T1
  • Klinisch inapparenter, nicht-tastbarer Tumor
    • T1a: Inzidenteller Befund in ≤5% einer Gewebeprobe
    • T1b: Inzidenteller Befund in >5% einer Gewebeprobe
    • T1c: Tumornachweis mittels Prostatabiopsie
  • Lokal begrenztes Prostatakarzinom
T2
  • Tastbarer, auf die Prostata beschränkter Tumor (auch Invasion in den Apex prostatae oder in die Prostatakapsel )
    • T2a: Befall von ≤50% eines Seitenlappens
    • T2b: Befall von >50% eines Seitenlappens
    • T2c: Befall beider Seitenlappen
T3
  • Tumor durchbricht tastbar die Prostatakapsel
    • T3a: Ein- oder beidseitige extrakapsuläre Ausbreitung
    • T3b: Infiltration der Bläschendrüse(n)
  • Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom
T4
N1
  • Regional bzw. fern metastasiertes Prostatakarzinom
M1
  • Vorliegen von Fernmetastasen
    • M1a: Nicht-regionäre Lymphknotenmetastase(n)
    • M1b: Knochenmetastase(n)
    • M1c: Andere Fernmetastase(n)

UICC-Klassifikation [7]

Stadieneinteilung des Prostatakarzinoms gemäß UICC
UICC-Stadium TNM-Stadium
I
  • T1–2a N0 M0
II
  • T2b–c N0 M0
III
  • T3–T4 N0 M0
IV
  • Jedes T, N1 M0
  • Jedes T, jedes N, M1
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Symptomatiktoggle arrow icon

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Verlaufs- und Sonderformentoggle arrow icon

  • Latentes Prostatakarzinom: Klinisch unauffälliges, häufig erst im Rahmen einer Autopsie nachgewiesenes Prostatakarzinom
  • Inzidentelles Prostatakarzinom: Zufällig entdecktes Prostatakarzinom (typischerweise im Rahmen einer TUR-P)
  • Okkultes Prostatakarzinom: „Verborgenes“ Prostatakarzinom
  • Kastrationsresistentes Prostatakarzinom (CRPC): Trotz adäquater Androgendeprivation fortschreitendes Prostatakarzinom
    • Testosteronspiegel <50 ng/dL und
    • Biochemischer Progress und/oder Progress in der Bildgebung
  • Oligometastasiertes Prostatakarzinom: Prostatakarzinom mit max. 4 Knochenmetastasen und ohne viszerale Metastasen
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Diagnostiktoggle arrow icon

Früherkennung des Prostatakarzinoms [1]

Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA)

Diagnostik bei V.a. Prostatakarzinom

Urologische Konsultation und Risikobewertung bei V.a. Prostatakarzinom

Vor der Durchführung soll stets über mögliche therapeutische Konsequenzen aufgeklärt werden.

  • Indikationen
    • PSA wiederholt ≥3 ng/mL
    • Männer ≥40 Jahren und pathogene Varianten von BRCA2, MSH2 oder MSH6 (zusammen mit einer MRT)
  • Individuelle Risikobewertung bzgl. eines Prostatakarzinoms mittels Risikokalkulatoren (siehe: Tipps & Links)
  • Digital-rektale Untersuchung (DRU) [1]
    • Ziel: Bestimmung des T-Stadiums (zusammen mit MRT)
    • Durchführung: Im Rahmen der individuellen Risikobewertung bei V.a. Prostatakarzinom
    • Befund
      • Physiologischer Befund: Prall-elastische , kastaniengroße, schmerzlose Prostata mit gut tastbarem Sulkus
      • Karzinomverdächtige Befunde
        • Frühstadium: Lokalisierte, derbe Areale bei sonst prall-elastischer, schmerzloser Prostata
        • Spätstadium: Derbe, asymmetrische, schmerzlose Prostata

MRT

  • Ziel: Beurteilung der lokalen Tumorausdehnung
  • Indikationen
  • Durchführung: Nach aktuellen Qualitätsstandards durch für Prostata-MRT zertifiziertes radiologisches Personal
  • Beurteilung nach PI-RADS (Prostate Imaging – Reporting and Data System): Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms [8][9]
    • 1: Sehr unwahrscheinlich
    • 2: Unwahrscheinlich
    • 3: Möglich
    • 4: Wahrscheinlich
    • 5: Sehr wahrscheinlich
  • Konsequenz

Prostatastanzbiopsie

  • Ziel: Diagnosesicherung bei V.a. Prostatakarzinom
  • Indikationen
  • Durchführung
    • Target-Biopsie: „Gezielte Biopsie“ eines in der Bildgebung zuvor beschriebenen Bereiches
      • Durchführung mittels Fusionsbiopsie: Gezielte Prostatabiopsie unter Fusionierung von Ultraschall und MRT oder MRT-gestützt („in-bore“ )
      • Entnahme von 2–3 Zylindern pro Herd
    • Systematische Biopsie: Ultraschallgesteuerte Probeentnahme aus allen Sextanten der Prostata , insg. 10–12 Proben
    • Zugangsweg

Zur Diagnosesicherung ist eine gezielte und/oder systematische Biopsie erforderlich!

Transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata (TRUS)

  • Ziel: Darstellung und Beurteilung der gesamten Prostata
  • Mögliche Indikationen (lediglich ergänzend)
  • Karzinomverdächtige Befunde [11]
    • Verstärkte Durchblutung
    • Echoarme, noduläre, unregelmäßig begrenzte Areale
    • Ausdehnung der Veränderung an die Außenseite der peripheren Zone

Staging

Bei klinischem Stadium T1 und Niedrigrisikoparametern gemäß Risikogruppeneinteilung des Prostatakarzinoms nach NCCN sollten außer einer MRT vor der Biopsie keine bildgebenden Verfahren zum Staging durchgeführt werden! [1]

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Risikostratifizierung bei gesichertem Karzinomtoggle arrow icon

D’Amico-Klassifikation

Risikostratifizierung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms nach D'Amico [1][12]
Rezidivrisiko Kriterien (prätherapeutische Befunde)
PSA-Wert [ng/mL] Gleason-Score Klinisches Tumorstadium
Niedrig: Vorliegen aller drei Kriterien erforderlich
  • ≤10
  • 6
  • T1c oder T2a
Mittel: Vorliegen eines Kriteriums ausreichend
  • >10–20
  • 7
  • T2b
Hoch: Vorliegen eines Kriteriums ausreichend
  • >20
  • ≥8
  • T2c

Risikogruppeneinteilung des Prostatakarzinoms nach NCCN [1]

Risikogruppeneinteilung (nach NCCN und gemäß S3-Leitlinie „Prostatakarzinom“ von 2025)
Risikogruppe Klinische und pathologische Faktoren
Sehr niedrig
  • Erfüllt alle der folgenden Kriterien
    • cT1c
    • ISUP-Grad 1
    • PSA <10 ng/mL
    • <3 positive Biopsiezylinder, ≤50% Tumorinfiltration je Zylinder
    • PSA-Dichte <0,15 ng/mL/g
Niedrig
  • Erfüllt alle der folgenden Kriterien, aber nicht die Voraussetzungen für ein sehr niedriges Risiko
Intermediär
  • Erfüllt alle der folgenden Kriterien
    • Keine Hochrisikofaktoren
    • Keine sehr hohen Risikofaktoren
    • Erfüllt ≥1 intermediären Risikofaktor
  • Günstig intermediär: Erfüllt alle der folgenden Kriterien
    • 1 intermediärer Risikofaktor
    • ISUP-Grad 1 oder 2
    • <50% positive Biopsiezylinder (z.B. <6 von 12 Stanzen)
  • Ungünstig intermediär: Erfüllt ≥1 der folgenden Kriterien
    • 2 oder 3 intermediäre Risikofaktoren
    • ISUP-Grad 3
    • ≥50% positive Biopsiezylinder (z.B. ≥6 von 12 Stanzen)
Hoch
  • Erfüllt ≥1 Hochrisikofaktor, aber nicht die Kriterien für ein sehr hohes Risiko
Sehr hoch
  • Erfüllt mind. 2 der folgenden Kriterien

EAU-Risikoeinteilung [1][6]

EAU-Risikoeinteilung für das lokal begrenzte und lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom
Risikogruppe Kriterien Einteilung
Niedrigrisiko Lokal begrenzt
Intermediäres Risiko
Hochrisiko
Lokal fortgeschritten
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Pathologietoggle arrow icon

Lokalisation

  • Zoneneinteilung der Prostata (nach McNeal)
    • Periurethrale Mantelzone
    • Anteriore Zone
    • Transitionszone (15–20% aller Prostatakarzinome)
    • Zentrale Zone (10% aller Prostatakarzinome)
    • Periphere Zone (70–75% aller Prostatakarzinome)

Die periphere, transitionale und die zentrale Zone sind die größten Zonen der Prostata und werden daher Hauptzonen genannt!

Die allermeisten Prostatakarzinome gehen von der peripheren Zone aus!

Histopathologie [13][14]

Prostatische intraepitheliale Neoplasie (PIN) [15]

  • Definition: Vorläuferläsion bzw. Präkanzerose des Prostatakarzinoms
  • Befund: Reguläre Drüsenformation mit einzelnen dysplastischen Zellen
  • Einteilung: Nach Schweregrad der Dysplasie
    • Low-Grade-PIN
    • High-Grade-PIN

Eine Low-Grade-PIN ist klinisch irrelevant, eine High-Grade-PIN ist eine kontrollbedürftige Präkanzerose!

Azinäres Adenokarzinom der Prostata

  • Definition: Aus den Drüsenzellen der Prostata hervorgehendes Karzinom
  • Häufigkeit: 95% aller Prostatakarzinome [16]
  • Befund: Mikroglanduläre Anordnung der Drüsen und Auskleidung mit hochprismatischem Epithel
  • Diagnosestellung durch 3 Kriterien
    1. Architekturstörungen
    2. Kernatypien
    3. Ausschluss benigner Läsionen

Zum Vergleich: Normalbefunde

Seltenere Tumoren der Prostata

Grading [1][17][18]

Gleason-Score

  • Definition: Weltweit etabliertes Grading-System für das Adenokarzinom der Prostata (durch Addition zweier Gleason-Grade, siehe: Berechnung) [19]
  • Bedeutung: Wichtiges Prognosekriterium und Entscheidungshilfe für die Auswahl der Therapie
  • Kriterien: Form und Anordnung der Prostatadrüsen
    • Einteilung der Befunde anhand des Entdifferenzierungsgrades (Gleason-Grad 1–5)
    • Abschätzung des prozentualen Anteils der nachgewiesenen Gleason-Grade
  • Berechnung: Abhängig von der Art der Gewebeprobe
  • Mögliche Werte: 6–10
  • Besonderheiten
Histopathologische Einteilung des Entdifferenzierungsgrades bei Adenokarzinom der Prostata
Gleason-Grad Drüsenmorphologie
1
  • Gut umschriebene, mikroskopisch gleich aussehende Drüsenformationen ohne Stromainvasion
2
  • Gleiche bis leicht variable Drüsenformationen mit geringer Stromainvasion
3
  • Variable Drüsenformationen mit Stromainvasion der Drüsenzellen
  • Einzelne Drüsen noch identifizierbar
4
  • Drüsen nicht mehr einzeln identifizierbar
  • Drüsenherkunft anhand des kribriformen Wachstumsmusters noch erkennbar
5
  • Drüsenherkunft nicht mehr erkennbar
  • Strang- oder haufenartiges Zellwachstum und Tumorzellnester mit zentraler Nekrose

Die Gleason-Grade 1 und 2 kommen kaum vor und sollten nicht mehr diagnostiziert werden – ein Adenokarzinom der Prostata weist demnach max. drei Grade auf (3, 4 und 5)!

Der Gleason-Score unterliegt einer hohen Interobserver-Variabilität. Die Reproduzierbarkeit des Ergebnisses ist gering!

ISUP-Grading

  • Definition: Zuordnung des Gleason-Scores zu Gruppen
  • Wesentliche Ziele [20]
    • Vereinfachung und Präzisierung des Gradings
    • Reduktion unnötiger Überbehandlungen
    • Verbesserte Kommunikation mit dem Patienten
ISUP-Grading für das Adenokarzinom der Prostata
Gleason-Score ISUP Gruppe Risiko
6 1 (Sehr) niedrig
7a 2 Intermediär
7b 3
8 4 (Sehr) hoch
9–10 5
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Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

Bei der Interpretation des PSA-Wertes im Rahmen der Prostatakarzinomdiagnostik sind stets die vielfältigen möglichen Störeinflüsse zu beachten!

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Therapietoggle arrow icon

Active Surveillance bei Prostatakarzinom [1]

Ein frühzeitig erkanntes Prostatakarzinom muss nicht zwingend mit einer Einschränkung der Lebenserwartung oder Lebensqualität einhergehen – eine aktive Überwachung dient in diesem Zusammenhang dazu, eine Übertherapie zu verhindern!

Bei Progression der Erkrankung sollte zu einer Beendigung der aktiven Überwachung geraten und – falls gewünscht – eine kurative Therapie eingeleitet werden!

Radikale Prostatektomie (Prostatovesikulektomie) [1]

Da die prostatanahen Anteile der beiden Samenleiter mitreseziert werden, besteht nach einer radikalen Prostatektomie immer Sterilität!

Sofern zum Operationszeitpunkt keine unerkannte (Mikro‑)Metastasierung vorliegt, führt eine radikale Prostatektomie bei R0-Resektion zur Heilung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms!

Perkutane Strahlentherapie [1]

Brachytherapie [1]

Androgendeprivation [1]

Fokale Therapie [1]

Chemotherapie [1]

Watchful Waiting [1]

  • Definition: Langfristige Beobachtung ohne anlassfreie Kontrolluntersuchungen (zur Vermeidung einer Therapie)
  • Indikationen
    • Keine Symptome und
    • Eingeschränkte Lebenserwartung (<10 Jahren), bspw. hohes Alter, Komorbiditäten
  • Durchführung
    • Verzicht auf anlassfreie krebsspezifische Kontrolluntersuchungen
    • Bei symptomatischer Progression: Wechsel zur palliativen Therapie

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Nicht-metastasiertes Prostatakarzinomtoggle arrow icon

Lokal begrenztes Prostatakarzinom [1]

Standardtherapieoptionen

Weitere spezifische Empfehlung

Standardtherapieoptionen bei lokal begrenztem Prostatakarzinom sind die Active Surveillance oder eine zeitnahe lokale Therapie mittels radikaler Prostatektomie, perkutaner Strahlentherapie oder Brachytherapie!

Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom [1]

Standardtherapieoptionen

Weitere spezifische Empfehlungen

Active Surveillance und fokale Therapie sind keine sinnvollen Optionen bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom!

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Rezidiviertes Prostatakarzinomtoggle arrow icon

PSA-Rezidiv [1]

Eine PSA-Verdopplungszeit <3 Monaten, ein Gleason-Score >7 im Prostatektomiepräparat sowie ein kurzes Intervall zwischen radikaler Prostatektomie und PSA-Rezidiv sprechen eher für das Vorliegen eines systemischen Rezidivs!

Therapieoptionen bei Auftreten nach radikaler Prostatektomie [1]

Therapieoptionen bei Auftreten nach perkutaner Strahlentherapie oder Brachytherapie [1]

  • Salvage-Prostatektomie
    • Vor Durchführung bioptische Diagnosesicherung anstreben
    • Funktionelles Ergebnis häufig schlechter als bei primärer radikaler Prostatektomie
  • Zusätzlich bei Hochrisikorezidiv : Enzalutamid (Androgenrezeptor-Inhibitor)
  • Hochintensive fokussierte Ultraschallablation (HIFU): Experimentelle Therapieoption bei isoliertem Lokalrezidiv

PSA-Rezidiv und PSA-Persistenz nach radikaler Prostatektomie werden identisch therapiert!

Eine Androgendeprivation ist keine Standardtherapie bei PSA-Rezidiv, kann aber im Einzelfall erwogen werden (bspw. bei PSA-Verdopplungszeit <3 Monaten, symptomatischer lokaler Progression oder Fernmetastasierung)!

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Metastasiertes Prostatakarzinomtoggle arrow icon

Eine Heilung des Prostatakarzinoms ist bei Fernmetastasierung nicht mehr möglich!

Die Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms sollte individuell in der interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt werden!

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Komplikationentoggle arrow icon

Metastasen

Komplikationen der radikalen Prostatektomie [1]

Bei >80% aller Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom sind Knochenmetastasen nachweisbar!

Die häufigsten Komplikationen der radikalen Prostatektomie sind die erektile Dysfunktion und Inkontinenz!

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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Nachsorgetoggle arrow icon

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Prognosetoggle arrow icon

Solange keine Fernmetastasen vorliegen, ist die Prognose des Prostatakarzinoms sehr gut!

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AMBOSS-Podcast zum Thematoggle arrow icon

Prostatakarzinom: Paradigmenwechsel in der Vorsorge (Dezember 2025)

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Patienteninformationentoggle arrow icon

Örtlich begrenzter Prostatakrebs

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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