ambossIconambossIcon

COVID-19

Letzte Aktualisierung: 11.5.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

COVID-19 ist eine akute, infektiöse Lungenerkrankung, die durch eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Die Erkrankung wurde erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/China beschrieben und löste anschließend eine globale Pandemie mit vielen Todesfällen und großen sozioökonomischen Konsequenzen aus.

Die Infektion wird meist aerogen oder über Tröpfchen übertragen und hat – je nach Virusvariante – eine Inkubationszeit von ca. wenigen Tagen bis zu 2 Wochen. Sie kann asymptomatisch verlaufen oder COVID-19 verursachen, das mit Fieber, Hals- und Kopfschmerzen einhergehen, aber auch selten zu einer schweren interstitiellen Pneumonie sowie akuten (z.B. ARDS, thromboembolischen Ereignissen) und postinfektiösen Komplikationen (z.B. Long-COVID-Syndrom) führen kann. Diagnostisch kann die akute Infektion mit Antigentests und/oder einer PCR nachgewiesen werden.

Therapeutisch werden in der frühen Erkrankungsphase bei hohem Risiko für einen schweren Verlauf virostatische Medikamente (Nirmatrelvir/Ritonavir oder Remdesivir) eingesetzt. Bei schwerem Verlauf mit COVID-19-Pneumonie und Sauerstoffbedarf wird u.a. immunmodulatorisch mit hochdosiertem Dexamethason und Tocilizumab therapiert.

Präventiv steht die Impfung gegen COVID-19 im Vordergrund. Für Personen mit Immunsuppression wird in der Frühphase eine antivirale Kombinationstherapie mit virostatischen Medikamenten und passiver Immunisierung empfohlen.

Siehe auch:

Du möchtest diesen Artikel lieber hören als lesen? Wir haben ihn für dich im Rahmen unserer studentischen AMBOSS-Audio-Reihe vertont. Den Link findest du am Kapitelende in der Sektion „Tipps & Links“.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Inzidenz: Insg. stark rückläufig
    • >80 Jahre : 785/100.000 Einwohner
    • 60–79 Jahre : 234/100.000 Einwohner
  • Hospitalisierungsrate: 38%
  • Fallsterblichkeit: 1,9%
  • Ausbrüche: Vorwiegend in Gesundheitseinrichtungen
  • Altersabhängiges Risiko: >60 Jahren stetig steigendes Risiko für schweren Verlauf

Ab einem Alter von 60 Jahren steigt das Risiko für einen schweren Verlauf stetig an!

Historischer Abriss

  • Erstbeschreibung: Dezember 2019 in China (Provinz Wuhan)
  • Globale Pandemie: März 2020 bis Mai 2023 [3]
  • Fallsterblichkeit: Hohe Altersabhängigkeit
  • Basisreproduktionszahl R0 von ca. 2–3,3 [4][5][6][7]
    • Nowcasting“-Ansatz: Schätzung der Entwicklung von R durch das RKI anhand der Meldezahlen
  • Impfstoffe: Ende 2020 verfügbar
  • Grundimmunisierung: ¾ der Bevölkerung grundimmunisiert bis Anfang 2022
  • Pandemie-bedingte Todesfälle: Ca. 161.500 in Deutschland

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Erregertoggle arrow icon

Severe acute respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2)

Allgemeines [8]

Aufbau [8][12]

SARS-CoV-2 ist wie alle Coronaviren ein behülltes RNA-Virus!

Lebenszyklus [4][14][15][16]

SARS-CoV-2-Varianten[8][17][18]

Virusvarianten entstehen durch Mutationen, die zu veränderten viralen Eigenschaften führen können!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Übertragungtoggle arrow icon

Transmissionswege

SARS-CoV-2 wird hauptsächlich durch Tröpfchen und Aerosole aus respiratorischem Sekret übertragen!

Überträger

  • Hauptübertragung: Mensch-zu-Mensch
  • Weitere: Tier-zu-Mensch [19][20][21][22]

Infektiosität

  • Beginn: Variabel , oft vor dem Auftreten der ersten Symptome
  • Maximum: Ca. 1–2 Tage um den Symptombeginn
  • Dauer: Abhängig vom Verlauf
    • Milde oder moderate Erkrankung: Ca. 10 Tage nach Symptombeginn
    • Schwere Erkrankung oder Immunsuppression: >10 Tage nach Symptombeginn
  • Geringer bei

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Pathophysiologietoggle arrow icon

Schädigungsmechanismen [8][23]

Immunantwort [23]

Immunität [29][31][32][33][34][35]

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Symptomatiktoggle arrow icon

Klinische Präsentation[4]

„Ungewöhnliche“ klinische COVID-19-Präsentationen

COVID-19-Schweregrade nach WHO [52]

Die folgende Übersicht kombiniert die Darstellung der deskriptiven WHO-Schweregradeinteilung mit den in Studienprotokollen zur medikamentösen Therapie festgelegten Punktwerten als Skalierung schwerer Verläufe.

Schweregrad-Gruppe WHO-COV-Schweregrad Punktwert
Keine Infektion
  • Kein pos. Test
0
Milder Verlauf
  • Keine definierenden Zeichen eines moderaten oder schweren Verlaufes
1
  • Symptomatisch, selbstversorgend
2
  • Symptomatisch mit Unterstützungsbedarf
3
Moderater Verlauf
  • Nicht mild, jedoch in Stufe 5 mit Oxygenierungseinschränkung
    • i.d.R. SpO2 noch > 90 % bei Verschlechterung der Oxygenierung
    • Monitoring und intensivstationäre Therapie spätestens in dieser Schwere zu erwägen
  • Hospitalisiert, ggf. auch nur isoliert bei Zufallsbefund
4
  • Hospitalisiert mit Sauerstoffbedarf (Nasensonde bzw. Maske)
5
Schwerer Verlauf
  • Hospitalisiert mit NIV bzw. High-Flow-Sauerstoffgabe
6
7
8
9
Tödlicher Verlauf 10

Phasen des schweren Krankheitsverlaufs [53]

Die klinische Präsentation ist unspezifisch und variabel. Je nach Schwere und Fortschritt der Erkrankung reicht das Spektrum von asymptomatisch bis stark ausgeprägt!

Auch Erkrankte mit initial mildem Verlauf können im Krankheitsverlauf nach ca. einer Woche eine Verschlechterung erleiden!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Diagnostiktoggle arrow icon

Verfahren zum Virusnachweis

  • Indikation: Bei klinischem Verdacht

Antigen-(Schnell‑)Tests [55]

  • Probenmaterial: Abstrich oder Spülung aus dem oberen Respirationstrakt [56]
  • Einsatzgebiet: In der Akutdiagnostik als Point-of-Care-Testing mit Ergebnissen nach 15–30 min
  • Aussagekraft: Sensitivität und Spezifität niedriger als für die PCR, insb. für neuere Varianten wie die Omikron-Variante, im Zweifel und bei entsprechender klinischer Symptomatik ist eine PCR anzustreben

PCR (RNA-Nachweis aus respiratorischen Sekreten) [31][55][57][58]

  • Probenmaterial: Abhängig von Krankheitsverlauf und -phase auszuwählen [31]
  • Einsatzgebiet: Goldstandard zur Detektion von SARS-CoV-2 in der Akutdiagnostik, v.a. in der Frühphase (1. Woche) sehr zuverlässig [60][61][62][63]
  • Befundung: Positiv bzw. negativ je nach RNA-Nachweis
    • Ct-Wert: Maß für die SARS-CoV-2-RNA-Konzentration in der Probe
      • Ct-Werte >30 gelten als Hinweis auf eine niedrige Viruskonzentration bzw. fehlende Übertragung intakter Viren

Im späteren Verlauf der Erkrankung (Pneumonie, ARDS) kann der Rachenabstrich bereits wieder virenfrei sein, während in den unteren Atemwegen noch infektiöse Viruslast vorliegt! [64]

Die PCR kann initial negativ sein. Wiederholungen sollten daher alle 2–3 Tage bei begründetem Verdacht, Zweifeln an der Abstrichentnahmequalität und/oder dem Bild eines schweren Verlaufs durchgeführt werden – dann ggf. auch mit zusätzlicher Analyse geeigneter Sekrete der unteren Atemwege!

Antikörpertests [55]

  • Verfügbarkeit: Antikörpernachweis mittels Labor- oder Schnelltests möglich
  • Aussagekraft

Risiko für schweren Verlauf bei COVID-19 [54]

Weiterführende Diagnostik bei schwerem Verlauf [54]

Laborwerte [54][65][66]

Die initiale Labordiagnostik sollte Diff-BB, CRP, LDH, AST sowie D-Dimere enthalten und regelmäßig wiederholt werden!

Bildgebung [54]

Ergänzende Diagnostik bei Komplikationen [54]

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Therapietoggle arrow icon

Frühphase und hohes Risiko für schweren Verlauf bei COVID-19

  • Antivirale Therapie
    • Nirmatrelvir/Ritonavir : Innerhalb von 5 d nach Symptombeginn
      • Rote-Hand-Brief zu Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir): Lebensgefährliche (bis tödliche) Wechselwirkungen mit bestimmen Immunsuppressiva, inkl. Tacrolimus [69]
      • Immer evtl. Wechselwirkungen vor Gabe überprüfen: Online-Tool der University of Liverpool (www.covid19-druginteractions.org)
    • Oder Remdesivir : Innerhalb von 7 d nach Symptombeginn

COVID-19-Pneumonie

Persistierende COVID-19-Infektion

Die Therapie der persistierenden COVID-Infektion ist i.d.R. off-label und sollte nur in erfahrenen Zentren durchgeführt werden!

Antikoagulation

Ambulanter Rahmen

Stationärer Rahmen

Besonderheiten der intensivmedizinischen Therapie

Akute hypoxämische respiratorische Insuffizienz

NIV/CPAP sollte für die nicht-invasive Beatmungsunterstützung bei schwerer COVID-19-Infektion bevorzugt werden. Die High-Flow-Sauerstofftherapie ist ggf. alternativ durchzuführen!

Kontaktpersonenmanagement [2]

  • Allgemeinbevölkerung: Derzeit keine durch die Gesundheitsämter angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen
  • Maßnahmen bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen: Bspw. Schulen und Kitas
    • Aktuell keine gesonderten Empfehlungen
    • Im Einzelfall ggf. Anordnungen des zuständigen Gesundheitsamts beachten

Für Personen mit Atemwegsinfekten (inkl. SARS-CoV-2) gilt generell: Zu Hause bleiben für 3–5 Tage bzw. bis zur Besserung der Symptome! Soziale Kontakte sollten in dieser Zeit reduziert und bei unvermeidbaren Kontakten ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden (zum Fremdschutz)!

Nicht mehr empfohlene Wirkstoffe

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

COVID-19 - Schwangerschafttoggle arrow icon

Allgemein

  • Empfehlungen der Fachgesellschaften: Zuletzt aktualisiert am 02.06. 2022 durch Stellungnahme von DGPM und DGGG [70]
  • Übertragung: Kein generell erhöhtes Ansteckungsrisiko von schwangeren gegenüber nicht schwangeren Frauen [70]
    • Vertikale Transmission: Möglich, jedoch von unklarer Relevanz [71][72]

Verlauf

Das Risiko für einen schweren Verlauf ist bei schwangeren Frauen höher als bei nicht schwangeren Frauen. [70]

  • Risikofaktoren für schweren Verlauf
  • Diagnostik bei maternaler COVID-19-Erkrankung: Einzelne Röntgen-Thorax-Untersuchungen werden als unbedenklich bewertet, im Falle schwerer Symptomatik und therapeutischer Konsequenz soll aufgrund der hohen Sensitivität auch eine CT erwogen werden [73]

Management [74]

Komplikationen [70]

Schwere Pneumonien bedingen generell ein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit und FGR [73], die COVID-spezifische Erhöhung des Komplikationsrisikos während der Schwangerschaft muss fortlaufend untersucht und ausgewertet werden.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

AMBOSS-Pflegewissen: COVID-19toggle arrow icon

  • Nicht alle positiv auf COVID-19 getesteten Patient:innen entwickeln Krankheitssymptome
  • Bei symptomatischen Patient:innen ist ein breites Spektrum an Symptomen und Symptomausprägungen möglich

Beobachten/Überwachen

Medikamentöse Therapie

  • Bei leichten Verläufen und/oder Patient:innen ohne Risikofaktoren für einen schweren Verlauf: Keine Empfehlung für eine medikamentöse Therapie
  • Bei Sauerstoff- bzw. NIV-Bedarf: Ggf. Glucocorticoide nach ärztlicher Anordnung
  • Palliative Patient:innen: Überwachung der Schmerz- und/oder Sedierungsmedikation

Hygiene

Mobilisation/Bewegung

Prophylaxen und Körperpflege

Spezielle Kommunikation und psychosoziale Schwerpunkte

  • Hoher Leidensdruck der Patient:innen aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen
  • Psychische Belastung durch Besuchsverbote/Isolationsmaßnahmen
  • Unterstützung bei der Kommunikation mit Angehörigen (Telefon, Videoanrufe)
  • Auf Sorgen von Patient:innen und Angehörigen eingehen
  • Kontakt zu Angehörigen halten
  • Palliative Situation: Begleitung der Angehörigen

Prävention

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Hygiene und persönliche Schutzmaßnahmentoggle arrow icon

Ambulantes Management [81][82]

Stationäre Hygienemaßnahmen [54]

Es sind die gleichen krankenhauseigenen Hygienemaßnahmen wie für alle infektiösen Patient:innen zu beachten!

Entisolierungskriterien bei nachgewiesener SARS-CoV2-Infektion [54]

  • Viruslast in PCR <106 Kopien/mL
    • Bei schwerem Krankheitsverlauf
    • Unter Immunsuppression
  • 7 Tage nach positivem Erregernachweis/nach Symptombeginn
    • Asymptomatische Ausscheidende
    • Betroffene mit leichtem oder mildem Krankheitsverlauf
Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Hauterkrankungen durch persönliche Schutzausrüstungtoggle arrow icon

Mund-Nasen-Bedeckungen, medizinische Gesichtsmasken und partikelfiltrierende Halbmasken sowie Handschuhe bei medizinischem Personal sind ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Virusverbreitung und, je nach Maskentyp, zum Selbstschutz. Seit der COVID-19-Pandemie ist ein Anstieg von Hauterkrankungen zu beobachten, die durch das Tragen der Schutzausrüstung hervorgerufen oder verschlimmert werden können. Eine effektive Prävention bzw. Therapie ist wichtig, um die Compliance gegenüber der persönlichen Schutzausrüstung zu gewährleisten und somit Infektionen zu verringern und medizinisches Personal zu schützen. [83][84][85][86][87][88][89][90]

Vorkommen

  • Insb. medizinisches Personal betroffen
    • Ausfall von medizinischem Personal durch Hauterkrankung
    • Sinkende Compliance gegenüber der Schutzausrüstung und somit höheres Infektionsrisiko
  • Vermehrt bei Personen mit bestehenden Vorerkrankungen der Haut oder Allergien

Ätiologie

  • Feucht-warmes Klima: Okklusion durch Handschuhe und Maske, Schwitzen und Feuchtigkeit in der Ausatemluft führen zu
    • Störung der Hautbarriere
      • Erhöhte Durchlässigkeit/Hyperpermeabilität und Sensibilität gegenüber physikalischen und chemischen Irritantien
      • Vermehrter Wasserverlust → Austrocknung der Haut
    • Vermehrtes Wachstum von Bakterien
  • Physikalische Irritantien: Reibung und Druck
  • Chemische Irritantien: Kontaktallergene in Masken und Handschuhen

Symptome/Klinik

Diagnostik

Resultierende Krankheitsbilder

Therapie

Prävention

  • Aufklärung über korrekte Benutzung der Masken
    • Auf reibungsfreien Sitz achten
    • Tragezeit so kurz wie möglich und Pausen einlegen
    • Waschen von Alltagsmasken bei mind. 60 °C
    • Regelmäßiges Wechseln der Maske
    • Möglichst zertifizierte Masken verwenden
  • Pflege
    • Gesicht
      • Gesichtspflege zum Erhalt/Stärkung der Hautbarriere mit parfümfreien Feuchtigkeitscremes
      • Emollientien (z.B. Vaseline) zur Minderung von Reibung der Maske an prädisponierten Stellen auftragen
    • Hände
      • Vor dem Tragen von Handschuhen Hautschutzpräparate auftragen und einziehen lassen
      • Nach der Arbeit Hände mit seifenfreiem Syndet waschen und Pflegecreme auftragen
  • Meidung von Allergenen: Kontaktallergenfreie Maske und Handschuhe verwenden, Baumwollhandschuhe unterziehen, Gaze-Inlay in der Maske verwenden
  • Bei V.a. Berufsdermatose: Verfahren zur Anerkennung einleiten
Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Komplikationentoggle arrow icon

Das Mortalitäts- und Komplikationsrisiko einer SARS-CoV-2-Infektion ist aufgrund steigender Immunität nach Impfung oder durchgemachter Infektion sowie geringerer Virulenz der Omikron-Variante stark zurückgegangen!

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Präventiontoggle arrow icon

Allgemeine Infektionsschutzmaßnahmen

  • Abstand: 1,5–2 m Abstand halten („mind. eine Armlänge Abstand“)
  • Händehygiene: Nach jedem Kontakt mit kontaminierten Gegenständen und Personen
  • Husten- und Nies-Etikette
    • Nicht in die Richtung anderer Personen husten und/oder niesen!
    • Ein Taschentuch benutzen und zeitnah sicher entsorgen!
      • Alternativ in die Armbeuge husten oder niesen („Hände bleiben sauber“)

Mund-Nasen-Schutz [118][119]

  • Bei erkrankten Personen: Sinnvoll, um eine Weiterverbreitung respiratorischer Sekrete beim Atmen, Husten und Niesen zu vermeiden bzw. vermindern, bspw. bei Transporten und Verlegungen! [120][121]
  • In Krankenhäusern bzw. ambulanter und stationärer Altenpflege: Für Personal mit Kontakt zu Patient:innen in Krankenhäusern bzw. in der Altenpflege sinnvoll; auch und insb. in der Betreuung von Nicht-Infizierten, um eine Ansteckung durch Versorgende zu minimieren [122]

Impfung

Ziele der COVID-19-Impfung [123]

  1. Besonderer Schutz bestimmter Bevölkerungsgruppen vor COVID-19 (Individualschutz)
    • Risikopersonen: Insb. Vorerkrankte und ältere Menschen mit erhöhtem Risiko für eine schwere Erkrankung/Tod
    • Schwangere und Stillende
      • Schwere Verläufe und Todesfälle ↓
      • Mütterliche und fetale/neonatale Schwangerschaftskomplikationen ↓
    • Kinder und Jugendliche
      • Erkrankungen, Hospitalisierungen und Langzeitfolgen ↓
      • Indirekte Folgen durch SARS-CoV-2-Infektionen
    • Berufsbedingt SARS-CoV-2-exponierte Personen
  2. Reduktion der SARS-CoV-2-Transmission (Bevölkerungsschutz)
    • Ausbruchsgeschehen ↓
    • Schutz von Risikopersonen ↑
    • Hospitalisierungen ↓
  3. Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur und des öffentlichen Lebens

Zusätzliche Impfberatung

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

COVID-19-Impfungtoggle arrow icon

STIKO-Empfehlungen [124]

Standardimpfung

Indikationsimpfung

  • Indikationen
    • Bewohner:innen von Alten-/Pflegeeinrichtungen
    • Personen ≥6 Lebensmonate mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf
    • Enge Kontaktpersonen ≥6 Lebensmonate (inkl. Familienangehörige) von Personen mit vermutlich unzureichender Impfantwort
  • Impfschema: Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfungen empfohlen (siehe: COVID-19-Impfschema)

Berufsbedingte Impfung

COVID-19-Impfschema

Eine COVID-19-Grundimmunisierung wird als Standardimpfung für alle Personen ab 18 Jahren mit unvollständiger SARS-CoV-2-Basisimmunität empfohlen! Eine serologische (Routine‑)Diagnostik ist zur Indikationsstellung NICHT erforderlich!

Impfschutz

Impfstoffe

COVID-19-Impfstoffauswahl nach Altersgruppen

COVID-19-Impfstoffauswahl in Abhängigkeit vom Alter gemäß STIKO-/EMA-Empfehlungen für die Saison 2025/2026
Altersgruppe Empfohlene Impfstoffe (aktuelle Variantenanpassung: Omikron-Variante LP.8.1, bei unzureichender Verfügbarkeit KP.2 oder JN.1 [128])
≥6 Monate bis <12 Jahre
≥12 bis <30 Jahre
≥30 Jahre

Bei der COVID-19-Impfung rät die STIKO im Allgemeinen zu mRNA- und proteinbasierten Totimpfstoffen mit von der WHO empfohlener Variantenanpassung!

COVID-19-Impfung bei Immunsuppression [33][129][130][131]

  • Allgemeines: Wirksamkeit bei Immundefizienz/Immunsuppression wahrscheinlich reduziert [33]
  • Impfzeitpunkt: Möglichst in der geringsten Immunsuppressionsphase einer Therapie, bspw.
    • Impfungen ≥2 Wochen vor einer geplanten antineoplastischen Chemotherapie durchführen
    • In der Mitte des Verabreichungsintervalls eines Immunsuppressivums impfen
  • Impfstoffauswahl und Besonderheiten: Impfstoffauswahl nach altersgerechten Empfehlungen wie bei Nicht-Immunsupprimierten
  • Überprüfung der Impfantwort: Serologische Diagnostik (Anti-Spike-Protein-Antikörper)
    • Zeitpunkt: Frühestens 4 Wochen nach letzter Impfdosis
    • Auswertung: Quantifizierung des Antikörpertiters, bei niedrigen Antikörpertitern ggf. auch Titerverlauf berücksichtigen
  • Möglichkeiten bei unzureichender Impfantwort
    • Zusätzliche Impfdosen (im Mindestabstand von 4 Wochen)
    • Dosiserhöhung: Bspw. Verdopplung der Impfstoffdosis (Off-Label Use)
    • Impfstoffwechsel: Verwendung eines Impfstoffs einer anderen Technologie (Wechsel zu mRNA- bzw. Subunit-Impfstoff)

Bei besonderer Gefährdung von Immunsupprimierten und unklarer Wirksamkeit der Impfung ist besonders auf eine konsequente Impfung aller Kontaktpersonen (inkl. Influenza) und das konsequente Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu achten!

Das RKI bietet ein Faktenblatt mit den wichtigsten Informationen zur COVID19-Impfung an, bspw. für Aufklärungsgespräche! [133]

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Nachsorgetoggle arrow icon

Long-COVID-Syndrom und Post-COVID-Syndrom

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Meldepflichttoggle arrow icon

Siehe auch: COVID-19 - Infektionsschutzgesetz

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

AMBOSS-Podcast zum Thematoggle arrow icon

Impfskepsis: Sorgen adressieren, Vertrauen aufbauen (Dezember 2024)

Long-COVID (1): Zahlen, Risikofaktoren, Erklärungsmodelle (Dezember 2023)

Long-COVID (2): Aufklären, behandeln, weitervermitteln (Dezember 2023)

Long-COVID – was wissen wir? Antworten aus der Spezialambulanz (Mai 2021)

COVID-19-Impfstoffe – Experteninterview STIKO – Teil 1 (Dezember 2020)

COVID-19-Impfstoffe – Experteninterview STIKO – Teil 2 (Dezember 2020)

COVID-19 und Immunsuppressiva (April 2020)

Psychische Effekte von Quarantänemaßnahmen (April 2020)

Beatmung bei COVID-19 mit ARDS – Teil 1 (März 2020)

Ein besonderer Dank gilt den Kollegen des Campus für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (CIN e.V.) [137] für die Zusammenarbeit bei den Episoden zur Beatmung.

Beatmung bei COVID-19 mit ARDS – Teil 2 (März 2020)

Ein besonderer Dank gilt den Kollegen des Campus für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (CIN e.V.) [137] für die Zusammenarbeit bei den Episoden zur Beatmung.

Interesse an noch mehr Medizinwissen zum Hören? Abonniere jetzt den AMBOSS-Podcast über deinen Podcast-Anbieter oder den Link am Seitenende unter "Tipps & Links"

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Patienteninformationentoggle arrow icon

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Meditrickstoggle arrow icon

In Kooperation mit Meditricks bieten wir durchdachte Merkhilfen an, mit denen du dir relevante Fakten optimal einprägen kannst. Dabei handelt es sich um animierte Videos und Erkundungsbilder, die auf AMBOSS abgestimmt oder ergänzend sind. Die Inhalte liegen meist in Lang- und Kurzfassung vor, enthalten Basis- sowie Expertenwissen und teilweise auch ein Quiz sowie eine Kurzwiederholung. Eine Übersicht aller Inhalte findest du im Kapitel „Meditricks“. Meditricks gibt es in unterschiedlichen Paketen – für genauere Informationen empfehlen wir einen Besuch im Shop.

COVID-19: Kindern erklärt

COVID-19

Inhaltliches Feedback zu den Meditricks-Videos bitte über den zugehörigen Feedback-Button einreichen (dieser erscheint beim Öffnen der Meditricks).

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

  • U07.-: Krankheiten mit unklarer Ätiologie und nicht belegte Schlüsselnummern
    • U07.1 !: COVID-19: Coronavirus-Krankheit-2019, Virus nachgewiesen
    • U07.2 ! COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
    • U99.0 ! Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
  • U08.9: COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet
  • U09.9 !:Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
  • U10.9: MIS-C bzw. multisystemisches Entzündungssyndrom in Zusammenhang mit COVID-19, nicht näher bezeichnet
  • U11.9: Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet
  • U12.9 !: Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Probiere die Testversion aus und erhalte 30 Tage lang unbegrenzten Zugang zu über 1.400 Kapiteln und +17.000 IMPP-Fragen.
disclaimer Evidenzbasierte Inhalte, von festem ärztlichem Redaktionsteam erstellt & geprüft. Disclaimer aufrufen.